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Die indische Zeitung The Hindu erzählt über Tomsker Innovationsentwicklung – die Nanobinde VitaVallis

19 апреля, 11:41

Russische Wissenschaftler entwickelten eine arzneilose Behandlungsmethode von Wunden, die ebenso bahnbrechend, wie die Entdeckung des Penicillins werden kann.

Die von Tomsker Forschern erfundene Nanobinde VitaVallis hilft alle bekannten und typischen toxischen Bakterien aus der Wunde entfernen. Sie klebt an der Wunde nicht fest und heilt Brandwunden, Schnittwunde, eitrige und infizierte Wunden bis zu 2–3 Mal schneller, als bei der traditionellen Behandlung. Diese Binde kann Blut stillen,  Entzündungen hemmen, Ödeme abschwellen und Hautregeneration  beschleunigen, dabei werden der unangenehme Geruch beseitigt und Schmerzempfindungen reduziert.

Was wichtig ist, VitaValis enthält keine Antibiotika und ist deswegen gegen arzneimittelresistente Bakterien wirksam, was zu einem großen Problem in der klinischen Medizin zählt. 

„Bei der traditionellen Behandlungsmethode wird ein antiseptischer Verband zur Desinfektion verwendet. Unsere Binde saugt sozusagen  Mikroben aus der Wunde ohne Arzneimittel aus“, sagt der  Arzt Marat Lerner, in wessen Labor im Tomsker Institut für Festigkeitsphysik und Werkstoffkunde der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften diese Technologie erfunden wurde.

Bei klinischen Prüfungen heilte die Binde bei einem jungen  Mann mit großen Verletzungen im Hinterkopf eine Brandwunde (Grad 4) innerhalb von 80 Tagen im Vergleich zu den traditionellen 150–180 Tagen, die zur Heilung solcher Wunden erforderlich sind.

Die neue Methode wurde an der Grenze zwischen Physik und Medizin erfunden. Sie basiert sich auf einer längst bekannten Tatsache, dass pathologische Bakterien meistens negativ geladen sind. Die sibirischen Forscher nahmen an, ein Stoff mit Positivladung wird die Mikroorganismen anziehen können.

Das Geheimnis der Nanobinde VitaValis besteht darin, dass dank der elektrostatischen Wechselwirkung die aktiven Absorptionszentren in der Binde die Mikroorganismen aus der Wunde anziehen und sie in der Binde einsperren.

„Diese Methode ist gegen alle Mikroorganismen verwendbar, unabhängig davon, ob sie Antibiotika-resistent oder nicht sind“, sagt der Direktor des Instituts für Festigkeitsphysik und Werkstoffkunde der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften Sergej Psahje. – Es gibt weltweit nichts Ähnliches.“

Im 21. Jahrhundert, wenn es mehr Leute an Blutvergiftung, als an Infarkten oder Insulten sterben, kann die Technologie VitaVallis ebenso umwälzend für die Menschheit und das Gesundheitswesen sein, wie die Entdeckung des Penicillins im 20. Jahrhundert.

Akvelit – wurde im Tomsk gegründet, um die neue Technologie zu kommerzialisieren. Vor kurzem wurde die erste Fertigungslinie in Betrieb genommen, das Produktionsvolumen soll im nächsten Jahr von 1 Mio. auf 100 Mio. Stück Nanobinden pro Jahr steigen. Eine 10*10cm Binde wird in Russland für 120 Rubel oder 4 US-Dollar verkauft. Es ist interessant, dass ursprünglich diese Technologie für Wasserfilter entwickelt wurde, um die  Reinigung des biologisch verseuchten Wassers effizienter zu machen und das Verfahren zu beschleunigen. Die Entwickler der Filter von AquaVallis behaupten, es ist weltweit das erste Wasserreinigungssystem, das 100-prozentigen Schutz gegen Viren, Bakterien und Parasiten ohne zusätzliche Desinfektion garantiert.

Originalversion des Artikels

Dieser Artikel ist Ergebnis der Pressetour, die vom regionalen Departement für Informationspolitik und Öffentlichkeitsarbeit zusammen mit der russischen Agentur für Auslandsinformation RIA Nowosti organisiert wurde. Am 19.-20. September besuchten die Region Tomsk die Journalisten aus Großbritannien, den USA, Frankreich, China, dem Iran und Indien, darunter auch Vertreter der stattlichen Informationsagentur Irans IRNA, von Financial Times, The Hindu, Le Figaro, The Moscow Times, Shenmin Shibao, vom französischen Fernsehkanal  TF1, von Internetmedien mit Schwerpunkten Wirtschaft und Finanzen wie DealWatch (Produkt von Euromoney Institutional Investor) und Mergermarket (Produkt von Financial Times Group).

Опубликовано:2012-04-19 11:41 | Обновлено:2012-04-19 11:54
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